12.01.2011

Wir haben die Tierfabriken satt! - Bus zur Demo in Berlin

Eine neue Welle der Agrarindustrialisierung mit immer neuen Bauanträgen für Agrarfabriken mit Zigtausenden von Tieren rollt über die Münsterlandkreise. Geflügelmastställe, in denen Hühner und Puten eng zusammengepfercht auf ihrem eigenen Kot stehen, Tiere, die  einseitig auf Brustfleisch getrimmt werden und wegen des schwachen Skelett- und Kreislaufsystems kaum noch richtig stehen und gehen können. Schweinemastbetriebe, in denen die intelligenten und bewegungsaktiven Tiere auf Spaltböden über ihrer eigenen Gülle stehen und weder Stroh noch Auslauf kennen.
In Ställen, die nicht den Bedürfnissen der Tiere angepasst werden, sondern in denen die Tiere der stressfördernden Technik angepasst werden – mit Verstümmelungen wie Schnabelkürzen und dem Abschneiden der Ringelschwänze. Unter diesen Bedingungen leidet die Qualität der Lebensmittel und der erhöhte Einsatz von Antibiotika führt  über den Verzehr des Fleisches zu Resistenzen bei den Menschen.

Die Emissionen aus den Megaställen wie Ammoniak, Gestank, Bioaerosole, Keime und Feinstaub gefährden die Gesundheit der Anwohner, belasten das Wasser, die Luft, die Böden und das Klima und zerstören regionale Standortfaktoren wie Tourismus und regionale Vermarktung.

Den Agrarfabriken fehlt die eigene Futtergrundlage, die Tiere werden mit importierten Soja aus Übersee gefüttert – was dort den Regenwald zerstört und zur Verdrängung von Kleinbauern führt und hier große Überschüsse an Gülle und Trockenkot schafft.
Massentierhaltungs-Anlagen heizen die Überschussproduktion an, drücken damit die Erzeugerpreise der hiesigen Bauern und zerstören durch den subventionierten Export der Überschüsse auch Bauernexistenzen und die Ernährungssouveränität in Entwicklungsländern.
Agrarfabriken zerstören Arbeitsplätze in der bäuerlichen Landwirtschaft und machen viele Landwirte zu abhängigen Lohn- und Vertragsmästern. Massentierhaltung geht einher mit Zucht-Monopolen und Megaschlachthöfen, ihre Lobby zerstört regionale und handwerkliche Strukturen, die Vielfalt von Tierrassen und die Marktchancen einer artgerechten Tierhaltung.

Nahrungsmittel aus solchen Tierfabriken schmecken immer mehr Verbraucherinnen und Verbrauchern nicht mehr. Demonstrieren Sie mit uns für eine artgerechte Tierhaltung auf bäuerlichen Betrieben in lebendigen Regionen!

Am Samstag den 22.1.2011 findet in Berlin eine Demonstration gegen diese Entwicklung und für eine regionale Landwirtschaft statt.

Die Grünen aus den Kreisen des Münsterlandes bieten eine Fahrmöglichkeit mit dem Bus an!

Anmeldungen und nähere Informationen unter: Tel. 02571-995926 oder 0176-51656383

URL:https://www.gruene-kreis-steinfurt.de/news/news-detail/article/wir_haben_die_tierfabriken_satt_bus_zur_demo_in_berlin/